-- Boiliemaschinen von "Boilie-Benz" - mit CE-Zeichen für Europäische Norm --

In dieser Rubrik gibt es nach dem Vorwort alles Mögliche zu lesen:    

Grundsätzliche Überlegungen, Beispiele für die Boilieproduktion und noch viele andere interessante, und teilweise auch lustige Anmerkungen.                 Folgende Bereiche werden erörtert:

Teil 1:  Grundsätzliche Gedanken

Teil 2:  Der beste Boilie ?

Teil 3:  Boilieherstellung

Teil 4:  Ködertests

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               Vorwort zur Boilieherstellung

Wer über die Ausführungen auf den folgenden Seiten nachdenkt wird schnell erkennen, daß es für einen richtigen Karpfenangler keine wirkliche Alternative zur Eigenproduktion seiner Boilies gibt. Das ist schon allein aus wirtschaftlicher Sicht ein Faktum.

Die Zahl der Selbstroller nimmt aber nicht nur deshalb ständig zu. Die Köderproduktion mit unseren Geräten ist unproblematisch und bequem - und Ködertests mit diversen Mixen in verschieden großen Mengen sind sehr schnell möglich.

                    Die Fakten:

Der moderne Angler besorgt sich als erstes die ganz neuen Versionen einer High-Tech-Ausrüstung: Elektrische Funk-Bißanzeiger, Rodpod, Bivy, Top-Rollen und dazu noch die teuersten Angelruten - obwohl doch jeder weiß, dass eigentlich  der Köder der wichtigste Bestandteil beim Karpfenangeln ist.

Aber was hilft das teuerste High-Tech-Gerät / die beste Location / das beste Wetter etc.,    wenn man mit einem schlechten Köder angelt - und womöglich auch noch mehrmals damit angefüttert hat !?

Manche Angler begehen leider immer noch den Fehler und füttern mit billigen und oftmals minderwertigen, sogenannten "Futterboilies" an. Sie denken vermutlich, dass sich die Karpfen dann mit einem guten Köder am Rig fangen lassen, das Gegenteil ist aber der Fall !

Schon beim Anfüttern sollten nur hochwertige, und möglichst frisch hergestellte Köder verwendet werden.                                                                                                                                        Denn nur durch das Zusammenstellen und Verarbeiten eines guten Boiliemixes für die angefütterten Baits ist dann auch eine hohe Fängigkeit des Hakenköders gewährleistet.

               Evtl. doch Readymades verwenden ?

Fertigboilies sehen meistens wirklich toll aus ( kugelrund wie Schusser / schön gefärbt ... ) und riechen auch noch super -- von den Karpfen werden sie aber wegen ihres schlechten Geschmacks nicht so oft, und nicht so gerne genommen.

Denn nicht das Aussehen und ein starker Geruch, sondern die Inhaltsstoffe und damit der Geschmack entscheiden darüber, ob ein Karpfen den Köder mehrmals nimmt, oder nur einmal probiert und danach dankend abdreht !

Die Inhaltsstoffe bei Readymades bestehen oft aus billigen Füllmassen, die nicht viel taugen  Zudem weiß niemand, wie und womit die Dinger haltbar gemacht wurden und wie lange sie schon in den Regalen liegen. Ein paar Jahre sind da leider oft keine Seltenheit ... 

Es wird bei Fertigboilies zuviel auf das Aussehen und den Geruch, und viel zuwenig auf den Geschmack geachtet. Eine frische Brezel oder Semmel, oder ganz frisches Brot schmeckt doch immer besser als eine alte Dauerbrezel oder ein Knäckebrot ?!

            Herstellungskosten bei Eigenproduktion

Die Herstellung eines eigenen Boilies kostet weitaus weniger als allgemein vermutet.             Wir haben schon Boilies für 2.- bis 3.- € / kg hergestellt, die jedem Fertigboilie meilenweit überlegen waren. 

Es müssen dabei auch nicht immer die teuersten Zutaten verwendet werden, vieles wird nur in den Medien als unerlässlich propagiert und ist nicht wirklich erforderlich.

Eine Kostenersparnis von mindestens 4.- bis 8.- € je kg gegenüber Fertigboilies ist bei Eigenproduktion also jederzeit möglich - und das bei garantiert höherer Qualität !

                                     auch Selbstgerollte können gut aussehen :

                               

                 Wäre ein "Roll-Service" eine Lösung ?

Mittlerweile gibt es etliche Firmen, die im Auftrag die Boilies für Kunden rollen.                           Bei einem Kilopreis von etwa 3.- € kommt da in relativ kurzer Zeit ein hübsches Sümmchen zusammen.                                                                                                                                            Zudem muß man manchmal den Mix  (z.T. einschließlich der Eier und des Flavours) auch noch hinbringen bzw. hinschicken. Das ist zu umständlich und auf längere Sicht viel zu teuer. Schnell mal 5 oder 10kg neuen Mix zu Testzwecken abrollen funktioniert so leider auch nicht.

                       Warum eine Boiliemaschine ?

Mit einer eigenen Boiliemaschine, wie sie auf den folgenden Seiten abgebildet sind, kann man ganz locker an einem einzigen Tag 100 oder 150 kg rollen -- wenn man das will.              So gesehen hätte sich die Anschaffung schon nach gut zwei Tagen mehr als gelohnt .   

Es sollte aber nicht immer nur um´s Geld gehen ! Das Karpfenangeln ist für die meisten von uns ein Hobby, und Hobbies rechnen sich leider selten.                                                 Eine Boiliemaschine ist sicherlich ein Stück Luxus, den man sich gönnen kann oder nicht

Dass sich die Ausgaben für so ein Gerät in sehr kurzer Zeit wieder hereinholen lassen, ist dabei aber ein positiver, und nicht zu verachtender Nebeneffekt. 

Es gibt wohl kaum ein Geschäftsfeld, in dem sich eine Investition so schnell auszahlt wie bei einer unserer Boiliemaschinen. Denn jetzt mal Hand auf´s Herz :                                                     Mit welcher Maschine der Welt läßt sich bereits innerhalb von wenigen Tagen die gesamte Kaufsumme wieder hereinholen ?                                                                                                         Normalerweise dauert es mehrere Jahre, bis sich eine Investition amortisiert ...

Grundsätzlich sollte man aber nicht immer nur darauf schielen, ob es sich letztendlich rechnet oder nicht ( was würde ein Jäger denn dann machen, bei dem allein schon eine einzige Flinte etwa 5000.-€ kostet !? )                                                                                                                           Wer also immer nur auf pure Rentabilität aus ist, der wird bei einem Hobby wie dem Angeln bestimmt nicht  glücklich werden.  Wer so denkt, der dürfte dann auch nur mit ganz primitiven Teleruten, Korkstöpsel und Kartoffeln fischen ...

                                                     Philosophie

       

Die Philosophie, warum man nur mit einem selbstgerollten Boilie fischt einem "Nichtroller"  erklären zu wollen ist leider öfter mal vergeudete Zeit...                                                                Denn das selber Rollen von Boilies ist eine Angelegenheit, die jemand der nur Fertig-Boilies kauft, oft nicht sofort verinnerlichen kann. 

Manchmal dauert´s aber nur kurze Zeit, bis die Gedanken über die verwendeten Köder auf die richtige Spur führen. Wer seine Boilies selber herstellt, der weiß halt was drin ist, und kann bei Bedarf entsprechende Veränderungen vornehmen. 

Die Qualität und Frische der Köder ist zu 100% gewährleistet, die Fänge werden zunehmen.

Zum spezialisierten Karpfenangeln gehört das Rollen von Boilies mittlerweile einfach dazu, das Angeln an sich ist nur ein Teil davon. Die Mixe zusammenstellen, das Boilierollen, das Kochen oder Dämpfen usw, all das sind untrennbare (und teilweise sogar hochinteressante) Bestandteile unseres Hobbies geworden.                                                                                             Wenn einen das "Boilie-Fieber" einmal gepackt hat, dann kommt man davon nicht mehr so schnell los ...

Mit selbstgerollten Boilies zu fischen vermittelt immer ein ganz besonderes Gefühl, es macht das eigentliche Angeln erst so richtig spannend 

                    Ein echter  "Boiliekoch" wird niemals mit einem Fertigboilie anfüttern !

Die Gründe dafür sind vielfältig und müssen hier nicht extra erläutert werden.                            Denn diese Website wird sowieso nur von Leuten gelesen die ihre Boilies selber herstellen, und die wissen ganz genau, warum sie das machen:

Jeder selbstgemachte Boilie wird einen Readymade in Punkto Geschmack und Fängigkeit ganz sicher übertreffen !

Mit den von uns angebotenen Geräten lassen sich Selfmade-Boilies einfach und bequem, sehr praktisch, und noch dazu sehr günstig produzieren. Man ist auf niemanden mehr ange-wiesen, und kann schnell auch mal kleinere Mengen ganz frisch herstellen.                                 Das kann man immer dann machen,  wenn es gerade mal passt, und so in aller Ruhe seinen " Super-Knödel " entwickeln.

Über die Zusammensetzung eines guten Basismixes werden wir aber hier nicht viel Worte verlieren, denn da ist jeder sein eigener Experte ...

Eins steht aber sicher fest : Der selbstproduzierte Boilie ist nicht zu schlagen !

Für alle vom Karpfenfieber infizierten und boiliesüchtigen Angler ( wir gehören auch dazu ! )wird diese Website daher vielleicht von Interesse sein.  

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 Teil 1 :Grundsätzliche Gedanken 

Warum Eigenproduktion ?

Sicherlich werden sich einige von Euch fragen, warum wir auf die Idee kamen Boiliemaschinen und Boilieguns neu zu entwickeln und zu bauen, um unsere eigenen Köder zu produzieren ? Das hat natürlich einen Grund :

Aus interessanten Gesprächen mit Mitarbeitern von Herstellerfirmen von Readymades haben wir erfahren, dass viele Fertigboilies ( nicht alle, aber sehr viele ! ) aus immer denselben Zutaten bestehen - nämlich aus Maismehl, Sojamehl und Weizengries.

In Nußboilies ist übrigens meist keine einzige Nuß verarbeitet, in Fischboilies kein Fischmehl usw. !!!  Die Boilies werden beim Abmischen des Mixes mit Konservierer ´bearbeitet´ und mit Hilfe irgendeines Farbzusatzes mit der gewünschten und passenden Färbung versehen.

Nach dem Kochvorgang und einer gewissen Trocknungsphase wird der Köder mit einem entsprechenden Flavour besprüht, um dem Käufer diverse Inhaltsstoffe vorzugaukeln. Danach wird alles schön verpackt und verkauft.

Natürlich fängt auch so ein Boilie ein paar Fische, aber eben bei weitem nicht so viel und nicht so konstant wie ein hochwertiger Köder. Mittlerweile wurde bekannt, dass bei einigen Readymades mehr als 2/3 der Zutaten nur aus Maismehl oder Sojamehl bzw. Sojaschrot (die geschätzten Kosten bei Großab-nahme sind max. 0,30 €/kg) bestehen. Vom Kunden werden dann beim Verkauf aber 6.- bis 8.-€ je kg Boilies verlangt !

Besonders lustig sind dann veröffentlichte Fangberichte, in denen die Autoren anmerken dass selber rollen unnötig ist, weil es ja jetzt schon so gute Fertig-boilies gibt. Wenn man aber genau hinschaut, dann sind diese Autoren leider fast immer Testfischer von Baitfirmen, die Readymades verkaufen ...

Es gilt der bekannte Spruch aus der Fernsehwerbung des Media-Marktes:

                        "Lasst Euch nicht verarschen ... !"

Wir fallen auf sowas nicht rein, und versuchten daher zunächst unsere eigenen Knödel mittels Boiliegun und einem Rolling-Table herszustellen.  Das war uns aber dann nach mehreren Versuchen zu albern und auch zu anstrengend.

Wenn ich nur daran denke, wie ich per Hand aus einer Teigspritze die Würste herausdrückte und diese danach mit dem Table mühselig abrollte, dann kommt mir heute noch das kalte Grauen hoch !

Folglich blieb nichts anderes übrig, als eine eigene Maschine zu bauen, um unsere Köder leise, schnell und vor allem bequem produzieren zu können.         So entstand zunächst der 4er Kombi-Benz und danach noch weitere Maschinen.

Als letztes in der "Kombi-Benz"- Reihe wurde übrigens der "3er Kombi-Benz" fertiggestellt, an dem wir davor bereits seit mehreren Jahren herumge-tüftelt hatten.

Die mit den Jahren ständig weiterentwickelten Maschinen funktionieren alle-samt einwandfrei.

Während und nach der Entwicklungsphase der "Kombi-Benz" - Maschinen wurde das System der "Kugel-Benz" - Maschinen aufgebaut, mit dem die Ergebnisse der Rollungen noch schneller, und auch in der Rundheit noch schöner ausfallen.

Ihr könnt uns glauben, die Entwicklung und der Bau solcher Geräte ist mit sehr viel Aufwand und einer Menge Ärger verbunden.                              Warum wir uns die ganze Arbeit überhaupt angetan haben, und immer noch antun, wissen wir eigentlich selber nicht so richtig

         ---> wahrscheinlich sind wir schon "Boiliesüchtig" ! ?

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( wer findet die Maus ??? )

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    Lohnt sich die Investition in eine Boiliemaschine ?

Wie schon eingangs erwähnt, kostet die Herstellung eines guten eigenen Boilies  viel weniger als man denkt. Mittelmäßige Fertigboilies werden zur Zeit für ca 7.- bis 10.- €, manchmal sogar bis zu 15.- € je kg verkauft. 

Ein selbstgerollter Boilie, der Euch etwa 2,5o - max 3.oo € je Kilogramm kostet, entspricht einem Readymade, der mindestens 8.- bis 10.-€ je Kilo kostet.

Das ist so, man kann ja mal nachrechnen: 

Löhne, Sozialabgaben, AGKs, Versicherungen, Verpackungskosten, Händler-zuschläge, Vertrieb, Werbung, Investitionskosten, dazu noch eine Menge sonstiger Nebenkosten ( wie Heizung, Strom,Telefon, Miete usw... ). 

Da kommt halt zum reinen Herstellpreis noch eine ganze Menge dazu.              Die  Preise kann man einem Readymadehersteller also auch nicht übel nehmen, er muß ja seine ganzen Kosten irgendwie abdecken.                           

Eine Kostenersparnis von mindestens 5.-€ je kg Boilies ist also bei der Eigen-produktion auf jeden Fall anzusetzen - und das bei garantiert höherer Qualität der Boilies !

Sobald Ihr also etwa 150-180kg mit einer mittelgroßen Maschine gerollt habt, produziert jeder unserer Roller bei der Boilieherstellung einen Reingewinn von mindestens 5.-€ je kg Boilies !  --> Dann fischt Ihr die besseren Boilies, und seid zusätzlich noch im Besitz eines Geräts, das nur wenig an Wert verliert...

Wer nur etwa 10 kg/Jahr verfüttert, für den ist aber sicherlich ein Rollig-Table sinnvoller als eine unserer Boiliemaschinen. Auch wenn´s anstregender ist, da muß man dann halt durch. Bei nur 10kg/Jahr wird das auch ein "Hänfling" schaffen ...

Wer allerdings schon ca 30-50 kg/Jahr braucht oder zusammen mit einem Freund produzieren kann, für den ist eine kleinere oder mittlere Maschine schon nach kurzer Zeit voll rentabel !

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Bitte bedenken:  Die Boilie-Produktion mit unseren Geräten geht zwar ganz leicht, dennoch muß auch aufgepasst werden ... 

Wie man am nächsten Bild erkennen kann, ist die Herstellung eigener Baits nicht ungefährlich, denn

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---> man wird leicht Flavour-süchtig !

Nagut, das ist nicht weiter tragisch ---> ein paar der bekannten "Karpfenangler-Größen" aus UK hat´s ja ganz offensichtlich auch voll erwischt, hahaha !!!                                                           Einige von Euch wissen wohl, wer da gemeint sein könnte ...

( Prinz Phillip ist es jedenfalls nicht , obwohl der ja bekanntlich auch ganz schön bechert ! )   Aber nix für ungut ...            

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Ob "Flavourabhängig" oder nicht, eines können wir versichern:

Wer seine Boilies jemals mit einer unserer Boiliemaschinen gerollt hat, der wird nie mehr auf die Idee kommen, Readymades zu kaufen !  

Es ist wie beim Karpfendrill - man wird süchtig und produziert danach in regelmäßigen Abständen immer  wieder neue  und noch  bessere Boilies ...

Wir sind uns ganz sicher, dass in einigen Jahren eine Boiliemaschine von "Boilie-Benz" zur Standardausrüstung jedes ernsthaften Karpfenanglers gehören wird.

Aber wie auch immer die eigenen Baits hergestellt werden - gefangen wird mit ihnen auf jeden Fall mehr, als mit irgendwelchen pappigen Readys !

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Wir selber geben für die Herstellung unserer Boilies nur ganz selten mehr als 2.- bis 3.-€/kg aus. Ihr könnt es glauben oder nicht, aber unsere Kugeln sind trotz des niedrigen Herstellungspreises echte Top-Köder.                                Das kann man immer wieder  bei Wettfischen sehen, bei denen viel ange-füttert wird.                                                                                                     Bei solchen Treffen, an denen oft 200-300 Angler auf engstem Raum teil-nehmen, zeigt sich eindeutig, wer den besseren Köder verwendet.

Das ist auch ein Hauptgrund, warum wir da ab und zu mal teilgenommen haben, nämlich um diverse Mixe zu testen. Es gab schon mehrere Wettfischen, an denen wir als einzige auf ca 500m Entfernung Carps überlisten konnten - das muß ja wohl irgendeinen Grund haben ?

Für einen Sieg reicht´s zwar nicht jedes mal, denn da gehört auch eine gute Portion Glück dazu. Aber vorne mitmischen zu können zeigt doch zumindest, dass die Zusammensetzung des Boiliemixes stimmt. 

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         Stephan einst und jetzt mit Spieglern aus der Altmühl

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 Teil 2 : Der beste Boilie ? 

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 Der Super-Köder !!! 

Das hätte niemand gedacht: Absolut überzeugende Fänge mit sogenannten "Boilie-Benz-Ramschboilies" !  

   Ein Boiliemix von überragender Fängigkeit, völlig unwissenschaftlich hergestellt !

     

      Sicher im Griff: Dieser 22-Pfünder hatte gegen den 170-pfünder (mich) keine Chance !

Gefangen wurde der o.g. Spiegler wie viele andere auch (insgesamt ca 800 Pfund) von Anfang August bis Ende Oktober 2006 mit einem von mir als "Ramschboilie" betitelten Köder . Bei diesem Mix schüttete ich einige Reste, die ich noch hatte zusammen, machte mir damit ca 40kg Boilies und fing Carps wie noch nie zuvor !

Das alles wirklich konstant gut über einem Zeitraum von etwa drei Monaten - obwohl ich immer nur für Kurzansitze von etwa drei bis max. fünf Stunden am Wochenende (und das auch nur morgens) Zeit hatte.

Bei der Auswertung der Fänge war auffallend, dass etwa 90% der Bisse Carps über 15 Pfund waren. Es gab keinen einzigen Biß innerhalb der ersten Stunde und kaum Bisse von leichteren Fischen, obwohl das Gewässer mit sehr viel mehr kleineren Karpfen von 5-12 Pfund ( der Anteil ist mindestens 70 % ) besetzt ist. 

Woran das liegt ?  Keine Ahnung, ich weiß nicht, ob ich das jemals heraus-bekomme. Der Duchmesser war´s jedenfalls nicht, ich fütterte ganz normal mit 16/22mm Stiftboilies und 22mm kugeligen Boilies, die ich mit meiner "6er-Kombi-Benz-Spezial-Maschine" gerollt hatte.

Hauptbestandteil des Mixes ist eine Mehlzusammensetzung aus Material, das vorher von mir selber gemahlen wurde. Was bei dem Mehl auf größere Karpfen anziehend wirkt wissen wir auch nicht, wir haben jedenfalls in der Angel- und Köderscene noch nie was darüber gelesen oder gehört.

Das ist kein Wunder, denn das Zeug lässt sich nur ganz schwer verarbeiten und sehr schlecht abrollen. Aber nur zweimal kurz vor dem Angeln damit an-gefüttert - und die Carps waren hin und weg !

                                       Das Rezept steht, bleibt aber "geheim" ... !  

                        

Oben ist ein Eimer mit ca 20 kg  "Ramschboilies" abgebildet, die mit einer Boilie-Benz "Spezial-Maschine 16/22mm" hergestellt wurden. Konserviert wurden sie nach dem Kochen und dem Trocknen mit Zucker - sie sind dann auch außerhalb der Gefriertruhe lange Zeit haltbar. Ich habe "Ramsch-Boilies" bis zu zehn Monate so konserviert, und sie fingen danach trotzdem wie am ersten Tag !    

Weitere Tests im Verlauf des Jahres 2007 : 

Nach den ersten fünf (leider völlig erfolglosen ) Sitzungen bei bestem Wetter im April ohne einen einzigen Biß ( mit nach ganz neuem Rezept gemischten Boilies, es klappt halt nicht jede Mischung ... )  habe ich beim 6. Ansitz ( Ende April ) wieder mal einen "Ramschboilie" ausprobiert.                                                                                                                                                   Was soll ich sagen - ich war nur von 5.15 Uhr bis 7.15 Uhr am Wasser und fing sofort wieder 2 Carps (einen mit 18 und einen mit leider nur 13 Pfund ).  Das sind immerhin 31 Pfund Fisch bei nur ca 5 Pfund angefütterten Boilies. Das ist doch absolut in Ordnung, oder ?

Danach fuhr ich, anders als nach den Blanks der letzten Sitzungen, wieder mal zufrieden heim. Langsam wird´s richtig unheimlich, mal schaun wie´s weitergeht ... 

Neuer Test am Vatertag: Ein Ansitz von ca 4 Stunden am Morgen ergibt drei Fänge mit insgesamt 39 Pfund - verflixt, die werden jetzt ja immer kleiner !? Nur etwa 10 Meter neben mir ein Top-Angler (u.a. Testfischer für eine namhafte Marke von Readys). Er fischt eine Rute mit einem Readymade und die andere mit einem Selfmade aus eigener Mischung : Kein einziger Zupfer ! --> klarer Punktsieger wird der "Ramschboilie" !

Weiter: Es folgten 2 Blanks. Die Laichzeit war schon gekommen und niemand weit und breit fing auch nur eine einzige Flosse. Der Boilie ist also leider kein Zaubermittel, schade.

Danach: Ein Ausflug an ein neues Gewässer, das ich schon ein Jahr lang nicht mehr befischt hatte. Angefüttert wurde an dem kleineren Fluß 4 mal, mit normalen Fisch-Boilies ( jew. etwa 1,5 kg ) und in ca 50 m Entfernung davon mit  "Ramschboilies" ( jew. nur max. 300g ).

Beim Ansitz am Samstag früh von 4.30-7.30 Uhr fing ich 2 Carps mit 6 bzw 9 Pfd und eine Riesen-Nase mit den normalen Boilies. Mit dem "Ramschboilie" gab´s nur einen einzigen Biß nach ca 2 Std , der Spiegler wog aber immerhin 25 Pfd, er ist dort der größte im ganzen Flußabschnitt ...

Anschließend im Mai/Juni weitere ca 5 Ansitze, bei jeder Kurzsitzung wieder 2-3 Fische auf den "Ramschboilie", das Durchschnittsgewicht stieg auch wieder auf deutlich über 15 Pfd an.

Wir hören jetzt aber nach knapp einem Jahr Testen mit dem Auswerten auf. Der Boilie passt, das steht fest ... 

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das obere war ernst, und kein Witz. 

Aber ab jetzt wird´s lustig :

Boilieproduzenten sollten ab hier lieber nicht mehr weiterlesen ...

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 Verkaufsstrategie  eines Herstellers:

Da wir keine Boilies und auch keine Mixe verkaufen, können wir ruhig zugeben, dass der sogenannte "Ramschboilie" ein reiner Glückstreffer war. Von einem Boiliehersteller, der seine Ware verkaufen möchte, sähe das wahrscheinlich so aus:

Nach langjährigen ausgiebigen Tests ist es uns nun endlich gelungen, einen Boiliemix von unglaublicher Fängigkeit zusammenzustellen.                                Seine Bestandteile setzen sich nur aus den hochwertigsten Zutaten, Aminosäuren und Vitaminen zusammen.

Die Mischungsverhältnisse werden genauestens und wissenschaftlich von Dr. Med. Mabuse überwacht und auf Verträglichkeit für die Karpfen strengstens überprüft.                                                                                                             Für die Herstellung werden ausschließlich Cyber-, Hi-Attraktor- und Formula-One-Zutaten herangezogen.

Die Ergebnisse der letzten Tests waren überwältigend, noch nie hat ein Boilie so gut gefangen !    Hier ein paar Bilder der letzten Fänge :

Es werden dann drei bis fünf 60-Pfünder abgebildet, die irgendwo aus einem Karpfenpuff herausgefischt wurden. Das können wir hier nicht machen, weil wir noch keinen 60er gefangen haben. Ersatzweise dafür    ein anderer Witz:

und so ginge es weiter:

Die Boilies sind ab sofort unter dem Namen " Super-Carptrack-Imperial-HCL-Betain-Top-Power-Amino-Baits " zum einmaligen Sonderpreis von jetzt nur noch 18,99 €/kg von der Fa " XYZ " zu beziehen !

hmmm .....  so ähnlich würde das wohl aussehen, stimmt´s ?   

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" Wissenschaftliche Boiliezusätze ?? "

Das ganze Geschwafel um Aminosäuren, Betainzusätze, Attraktoren und weiteren Additives etc. dient in Wahrheit nur dazu, dem Käufer von Readymades vorzumachen, dass die Herstellung der angebotenen Boilies auf wissenschaft-licher Basis stattfindet und ohne Fachwissen nicht durchgeführt werden kann. 

Das ist natürlich alles purer Unsinn und nur Wichtigtuerei !                                 Die meisten Kommerzboilies sind bloß aus Maismehl, Sojamehl und Gries mit Farbzusätzen zusammengemixt. Dazu ein Teelöffel Betainpulver auf 100 kg und schon steht "mit Betainzusatz" auf der Verpackung -- absolut lächerlich !

Lasst Euch durch die oft veröffentlichten Boiliemixe (mit z.T. exotischen Bestand-teilen und irrsinnig komplizierten Mixverhältnissen) nicht länger verscheißern !     Die Herstellung eigener Boilies ist eine ganz simple Angelegenheit und kann von jedermann ohne große Schwierigkeiten durchgeführt werden.

Eine gute Mischung verwenden - zusammengestellt aus ein paar vernünftigen Zutaten -- und Ihr habt so alles im Boilie, was ein Carp braucht.                           Weitere Zugaben sind nur für´s Geld der Händler und zur Nervenberuhigung der Angler - aber nicht unbedingt nötig.

Natürlich gibt es tausende verschiedene Zusammensetzungen für einen Top-Boiliemix, der Phantasie sind diesbezüglich keine Grenzen gesetzt.

             Vielleicht entwickelt Ihr ja den absoluten Superknödel !? 

Probiert es aus, Ihr werdet sehen, es gibt nichts Schöneres, als einen dicken Fang mit einem selbst-produzierten Boilie !

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Letzte Anmerkungen über Fertigboilies:

Weil die Readymade-Hersteller zueinander in Konkurrenz stehen und sich gegenseitig Marktanteile abjagen wollen, erfinden sie für ihre Boilies die vermeintlich orginellsten Bezeichnungen. Natürlich alle in englischer Sprache, der Karpfenangler ist ja bekanntlich recht doof und kauft nach dem wissenschaftlichsten Klang der Namen.

Hier ein paar der lustigsten Bezeichnungen:

High Quality Food / Cyber Boilies / Power-Boilies / Carptrack-Boilies / Power Naturals (die Dinger sind wie Gummi, was soll daran ´natural´ sein ???) / Vision-X-Quality Boilies / Big Carp Range Boilies / Hi-Attractor-Boilies (Hahaha, der absolute Hammer !!) / X-Tra Product Boilies  usw.

Noch ein paar orginelle Power-Zutaten oder etwa Spezial-Dips gefällig ?( Ohne die geht´s natürlich gar nicht !!! ) :

Energy Boilie-Powder / Sushi Imperial Dip (Hihihi, das ist übrigens eine "kaiserliche Fisch-Tunke" ) / Formula One Food Dip ( äußerst orginell, ist wohl der Dip von Sebastian Vettel?)/ Spice-Extract / Scampi-Powder / Faktor X Betain HCL Dip ( Hahaha, der Wahnsinn - das ist Verarsche pur !!! ) / Cyber Dip / Natural-Power Dip  usw.                 

         

Weil die meisten Webedarstellungen purer Unsinn sind, folgt hier der endgültige Beweis, daß Selbstgerollte besser sind :

Der obere mit den Gräten frißt Readymades und hat die darin verarbeiteten "Hi-Amino-Top-Attract-Faktor-XYZ " - Zutaten nicht vertragen,  der untere verköstigt dagegen nur selbstgerollte Boilies !

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                 seht Euch das an, das sagt doch alles - oder !?

          Selbsgerollte haben einfach  mehr Power !!!

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Teil 3 : Boilieherstellung 

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 Der sichere Weg zum Erfolg --> Eigenproduktion !

es folgen zwei Beispiele mit Bildern für die Boilieherstellung, einmal mit einer  4er  "Kombi-Benz"-Maschine und einmal mit einer "Kugel-Benz"-Maschine.           (Es gibt übrigens auch ein paar  Videos über Boilieherstellungen in einer gesonderten Rubrik zu sehen !)

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 - Produktion mit einer "4er-Kombi-Benz-Maschine" :

einen guten, geschmeidigen Teig - hier eine Menge von etwa 15kg - mit einer Teigknetmaschine, oder noch besser wie hier abgebildet mit einem Quirl ab-mischen (dann passt die Konsistenz meist automatisch, weil sich so der Teig nicht zu hart durchmixen läßt). Danach den Teig plattdrücken, panieren und die Würste herstellen :

 

Die fertigen Teigwürste entnehmen.  Achtung: Sehr viele Teige quellen nach der Wurstherstellung wieder etwas auf (ca 1-2 mm), die Boilies werden dadurch leicht länglich. Wer will, kann die Würste ein wenig zu strecken oder mit der Hand mal drüberrollen, damit der Wurstdurchmesser wieder etwas verkleinert wird -> schon werden´s wieder runde Boilies.                                  Die Teigwürste rechts einlegen und so die Baits herstellen. Sie werden in einer Schale aufgefangen oder rollen wie hier abgebildet über eine Rampe direkt in eine Friteuse :

  

Den Kochvorgang abwarten. Diese Bilder hätten eigentlich nicht sein müssen, wir wollten aber unbedingt unser neues T-Shirt herzeigen ! Nach dem Kochen die Boilies zum Trocknen ablegen :

 

Das Endprodukt, nach kurzem Antrocknen noch mit Boiliemix bestäubt. Der Zeitaufwand für diese ca 15 kg Boilies Durchmesser 20mm betrug (ohne jede Hektik, in aller Ruhe gerollt / mitsamt dem Photographieren und inklusive dem Kochen und der "Nachbehandlung") etwa eine Stunde :

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Jeder Teig ist etwas anders, deshalb unterscheidet sich auch das Ergebnis der Herstellung geringfügig voneinander. Insgesamt gesehen lassen sich aber alle Teigmischungen gut rollen, wobei weiche und geschmeidige Mixe natürlich viel schneller und besser laufen als harte.

Auf keinen Fall dürfen harte,trockene Teigklumpen in die Maschinen gestopft werden!

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 - Produktion mit einer " 2er Kugel-Benz-Maschine ":

Ein Produktionsbeispiel mit einer mittleren Menge Teig (ca 10-12 kg).              Mit einem Quirl  abmischen und danach in ab die Boiliegun ( bei mir mit Lochdurchmesser 14mm für die Herstellung von 16mm Boilies ) :

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Die Spritze ansetzten ( möglichst keine windigen Plastik-Pressluft-Guns verwenden ! ) und die Würste ausdrücken.  Man sieht, dass der Teig ein bißchen zu weich war, weil er sich leicht kringelt. Nach dem Austreten aus der Boiliegun quillt unser Teig etwas auf und wird ca 16mm im Durchmesser :

        

Die Teigwürste abschneiden, danach geht´s ab in die bereits laufende               " 2er Kugel-Benz E 16mm ", mit einer Walzenlänge von 48 cm !!!                   Da läuft´s kilomäßig so wie bei den Profis !  (Tip: Wenn der Teig etwas zu weich ist und ein wenig klebt, dann  hilft oft "panieren" mit Boiliemix zur besseren Verarbeitung).  Links eine  Draufsicht, rechts eine Seitenansicht :

         

Die Kugeln rollen unten raus. Es geht wirklich wie geschmiert, wenn man einen guten Teig hat. Wir haben eine Boiliegunfüllung (das sind knapp 4 kg) mit aller Ruhe in weniger als 3 Minuten abgerollt, und das bei nur 16mm Durchmesser. Wenn der Teig härter ist, dauert´s länger, zu allzuweich oder sehr pappig geht nicht gut.

       

Die Boilies rollen direkt in eine Plastikwanne, solange bis alle ausgedrückten Würste verarbeitet sind. Danach geht alles wieder von vorne los ...

                                         

Besser ist´s, die Boilies nicht zu tief in die Auffangwanne fallen zu lassen, weil sie sonst evtl. wieder leicht "verbeult" werden.                                         Das ist das Endergebnis. Würzige und zusätzlich auch noch schöne, fast ganz runde Kugeln - mit einem Boiliemix aus Frankreich hergestellt :  

 

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           Professioneller Produktionsaufbau:

       Alternativ kann man auch folgenden Produktionsaufbau wählen:

Eine große Boilie-Benz-Alugun (hier ein älteres Modell für ca 10 Kilo Teig) wird ausnahmsweise mal fest installiert bzw auf einem passenden Sockel abgelegt.  

Die Teigwurst wird aus der Gun durch die mittlere Düse direkt auf ein Boilie-Benz-Förderband gepresst. Von dort kann sie ganz bequem abgenommen und in die Boiliemaschine gerollt werden. 

Für so einen Aufbau sind besonders unsere größeren Alu - Guns (mit einem Fassungsvermögen von etwa 6-10 Kilo) und unsere speziellen Förderbänder (sie sind auf unsere Boiliemaschinen abgestimmt) geeignet.      

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Der Teig ist das Wichtigste !

Wenn der Teig passt werden die Boilies auch ganz rund. Er sollte schön geschmeidig, stabil und eher weich sein, etwa so wie weiche Knetmasse. Aus lauter schwammigen Zutaten kann man keinen vernünftigen Teig machen, die Struktur muss stimmen.          Es ist aber auch eine Gefühlssache, der eine bringt´s sofort hin, der andere lernt´s vielleicht nie ( das ist wie bei allem im Leben ! ). Die Konsistenz des Teigs hat Einfluss auf  den gesamten Ablauf der Boilieherstellung, also lieber 5 Minuten mehr in die Teigherstellung investieren - das zahlt sich beim Rollen 10-fach aus, weil danach auch alles wie geschmiert läuft !                                                                                        Wenn´s mal nicht auf Anhieb gleich passt und die Boilies nicht gut durchlaufen, dann liegt das mit ganz hoher wahrscheinlichkeit am Teig. Vielleicht ist er zu klebrig, es ist evtl. zuviel Öl drin, oder eine andere flüssige Zutat passt nicht.                                 Das Boilierollen mit Maschinen erfordert einen besseren Teig, als das mit einem Rolling-Table !                      

Der Wurstdurchmesser muß nach dem Teigmischen noch ganz genau auf die Walzen abgestimmt werden, dann klappt´s auch mit wunderbar runden Kugeln. Das ist nicht immer ganz so einfach: Wenn der Wurstdurchmesser zu dünn ist, werden die Boilies so wie abgerundete Pellets, ist er zu dick werden sie ein wenig eierförmig. Die Wahrheit liegt genau in der Mitte !  Bis jetzt hat´s aber noch jeder geschafft, runde Boilies hinzubekommen.                                                                                                       Es ist manchmal eine kleine Tüftelei, mit unseren neuen Modellen geht´s aber recht einfach, ganz runde Boilies zu rollen. Wer´s mit älteren Maschinen perfekt hinbringen will, der muß sich halt ein bißchen mehr Zeit nehmen dafür.  

Manche Teigmischungen, die keinen richtigen "Kornaufbau" aufweisen, lassen sich sehr schlecht zu runden Boilies rollen. Sowas gibt´s immer mal wieder, wenn die Zusammen-setzung nicht gut "strukturiert", und der Teig innerlich nicht so richtig stabil ist.           Unser "Ramschboilie" ist auch so ein Typ, der nur ganz schwer rund wird.                Dann stellt sich die Frage: Verändern wir die Zusammensetzung - oder belassen wir´s ? Beim "Ramschboilie" lassen wir alles wie es ist, weil er so einfach am besten fängt ... 

Die Carps wollen Eure Boilies aber nicht vermessen, sondern sie nur fressen !  

Wichtiger als alles andere ist also, gute und stets frische Zutaten zu verwenden ...

Unten ist nochmal ein Ergebnis einer "Kugel-Benz-Herstellung" vom Januar 2007 von uns selber abgebildet. 

Wir haben für die Herstellung dieser 22 mm Boilies z.B. einen Lochdurchmesser der Boiliegun von ca 19 mm verwendet, weil unsere Teigwürste ( nachdem sie aus der Düse ausgetreten sind ) bei unserem Mix immer nochmal um etwa 3 mm im Durchmesser zunehmen.                               

Gekocht und "Nachbehandelt" (da kann man doch selber fast nicht widerstehen ! ) : 

           

Anmerkung:Im Carpmirror 1/2007 wurden auf S. 28 solche "nachbehandelten" Boilies von einem Readymade-Hersteller als " innovative Entwicklung "auf dem " Profi-Ködermarkt " bezeichnet.                                                                 Man nennt sie " Geheimtip "bzw. neuentwickelte Hakenköder, die die Carps sehr gut anlocken.

Zunächst mal danke für das Lob für eine innovative Entwicklung - das aber wohl uns, und auch vielen anderen privaten Boilieherstellern gelten muß !                    Sorry, aber das machen ein ganzer Haufen Selbstroller und insbesondere wir schon seit mehr als 10 Jahren !!!                                                                            Und zwar nicht nur für die Hakenboilies, sondern für alle Der Zeitaufwand für sowas beträgt bei 10kg Boilies vielleicht 5 Minuten, die Mehrkosten tendieren gegen null.                                                                                                           Wieder mal ein weiterer deutlicher Beweis, dass die privaten Boiliehersteller dem "Profi-Ködermarkt " um Jahre voraus sind !

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 Abschließend noch ein paar Worte zur  Boilie-Form :

Die bei der Boilieherstellung erzielte Form der Boilies hängt wie gesagt sehr stark vom   Teig und bei "Kugel-Benz-Maschinen" noch besonders vom Wurstdurchmesser ab.             Ein paar Bilder von Produktionsergebnissen von uns und auch von anderen sind ja auf dieser Website abgebildet.     

Die Boilies, die mit unseren "Kugel-Benz" - Maschinen gerollt werden, werden bei richtiger Anwendung w.o. gezeigt wirklich sehr rund. Wer damit immer noch nicht zufrieden ist und für alle möglichen Teigarten lauter ganz 100 %ig schusserrunde Boilies will, der muss dann aber schon ein wenig mehr für eine entsprechend ausgerüstete Boiliemaschine herrichten Wir bauen mittlerweile auch solche Geräte, der "Business-Benz" ist z.B. so eine Maschine

Aber auch da geht´s nicht so einfach wie man vielleicht meinen könnte. Die Düse muß ganz genau zum verwendeten Mix passen, nur dann wird´s kugelrund.                                   Wir haben oft festgestellt, dass bei der gleichen Maschine, der gleichen Düse, aber einem anderen Teig die Abstimmung schon nicht mehr stimmt.  Der Grund liegt im unterschied-lichen Quellverhalten der Teigmischungen, nachdem sie aus den Düsen herauskommen.       Das ist auch der Hauptgrund, warum die meisten Readymade-Hersteller immer den gleichen Basismix, für alle ihre Boiliesorten verwenden. Solche Abstimmungsprobleme können da-durch vermieden werden. Sie kosten nämlich manchmal viel Zeit -- und Zeit ist Geld !

Die Carps legen aber vor allem Wert auf den guten Geschmack der Boilies !                      Für die private Boilieherstellung ist es relativ unbedeutend, ob alle Boilies ganz schusser-rund sind. Die Boilieherstellung muß schnell und bequem ablaufen, das ist wichtig.          Die Form der Boilies sollte allerdings schon rund sein. Mindestens so rund, dass die Boilies mit einem Wurfrohr gut geworfen werden können.

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Boilies Kochen oder Dämpfen ?

Wer mit einer Boiliegun und einer unserer Boiliemaschinen rollt, der sollte sich eine Friteuse besorgen, die  " Power "  hat. Das sind z.B. Starkstromfriteusen der Marke FriFri oder sowas ähnliches. Die Friteusen sollten mindestens 8 Liter fassen, sonst kommt man mit dem Kochen einfach nicht so richtig hinterher.

Natürlich geht es auch mit "normalen" Friteusen. Aber es hält auf, wenn das Kochen viel länger als das Rollen dauert.                                                               Wir haben früher oft mit zwei großen 220 Volt - Friteusen (Inhalt jeweils 6-8 Liter)gekocht, das ging gerade noch so. Es war aber trotzdem nicht optimal, weil das Wasser nicht so schnell wieder aufheizte, wie´s nötig war.

Praktischer als Kochen ist evtl. Dämpfen:

        

Man kann sich selber einen Dämpfer bauen - oder einen wie den oben abge-bildeten Konvektomaten verwenden. Das ist noch besser, aber natürlich auch eine Kostenfrage.

Eine mittlere Größe wie sie oben abgebildet ist, kostet gebraucht immer noch so um die 500.-€.  Mit einem solchen Gerät kann man dann aber sogar die genaue Temperatur auf z.B. exakt 80 oder 90 Grad einstellen.                                           Je nach Durchmesser sind in etwa zehn Minuten 5-7 kg Boilies fertig.

In der Zeit, in der die Boilies von dem Gerät selbstständig gedämpft werden, kann man in aller Ruhe die nächsten Kilos abrollen.                                         Beruhigend beim Dämpfen ist jedenfalls, dass nichts überkochen kann.              Das ist beim Boiliekochen bestimmt schon jedem mal passiert, es verursacht leider jedesmal eine Riesen-Sauerei ...

Die gedämpften Boilies sind nicht so anfällig gegen Schimmeln, weil sie nicht so naß abgelegt werden müssen. Wenn man sie herausnimmt, verdunstet innerhalb von wenigen Sekunden die feuchte Schicht an der Oberfläche der Boilies. Sie sind dann äußerlich bereits trocken.                                               Alles in allem ist Dämpfen mit einem Konvektomaten daher eine gute Sache und auf alle Fälle bequemer als Kochen.                                                                       Insbesondere dann, wenn man beim Rollen alleine ist.

Es wird viel darüber philosophiert, ob die Nährstoffe so besser erhalten bleiben, bzw. dass die Boilies nicht soviel auswaschen wie beim Kochen usw usf. ...         Wenn im Friteusenwasser aber schon mal 3-5 kg grobkörnige Boilies gekocht wurden, dann sind darin oft soviel Inhaltsstoffe enthalten, dass das Auswaschen bei den weiteren Boilies sicher nur noch eine untergeordnete Rolle spielen kann. Das ist dann eher schon "Kochen im eigenen Saft" , die Qualität wird da wohl nicht mehr viel verschlechtert. 

Außerdem wird wohl niemand bestreiten, dass das Boiliekochen z.B. in einer klaren Suppenbrühe nichts auswäscht, sondern im Gegenteil noch zusätzlich Geschmack in einen würzigen Boilie bringt.                                                          Dasselbe gilt natürlich auch für jedes andere "Kochwässerlein" !

Ob das Dämpfen also entscheidend besser als Kochen ist, weiß keiner wirklich.

Denn mal ehrlich: Wer von uns merkt sofort und eindeutig den Unterschied, ob unser Gemüse auf dem Mittagstisch gedämpft oder gekocht wurde ?                 

Es gibt also gute Gründe, warum die Boilies gekocht werden sollten.                     Es steht aber auch fest, dass Dämpfen sehr praktisch und auf jeden Fall nicht schlechter ist als Kochen. Wir dämpfen daher in letzter Zeit meistens.

Eine weitere Methode ist das Garen in der Mikrowelle.                                     Dazu können wir leider nichts sagen, das haben wir noch nicht ausprobiert.         Es macht recht viel Mühe und geht natürlich entsprechend langsamer als das Kochen oder Dämpfen. Weil man immer viele kleinere Mengen (z.B. 500-1000g) einzeln zuerst verpacken und verschweißen muß, und dann erst in der Mikro-welle garen kann. Rein logisch gesehen müsste es aber nicht schlechter, sondern eher besser als Kochen sein.

Wer eine übrige Mikrowelle und ein Schweißgerät hat - und die Arbeit nicht scheut - der kann´s ja mal probieren.

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 Wie kann man Boilies konservieren ?  

1. Konservierer verwenden

Die schlechteste Lösung zur Haltbarmachung von Boilies ist die Verwendung entsprechender Konservierer. Egal ob in Pulver- oder Flüssigform.                    Diese Lösung wird sich u.E. immer negativ auf die Fängigkeit auswirken.          Jeder Readymade-Hersteller wird dieser Ansicht natürlich widersprechen ...

2. Trocknen

Vollständiges Austrocknen ist eine zweite Lösung, man könnte das Ergebnis evtl. mit Knäckebrot vergleichen. Wir hatten erstaunlicherweise auch mit knochen-trockenen, steinharten und kleinen Boilies schon Sternstunden - besonders im Sommer.  

3. Einfrieren

Noch besser als Trocknen ist es aber die Boilies einzufrieren.So bleiben sie ein Jahr frisch. Wenn man keinen Platz mehr im Gefrierfach hat, gibt es aber auch noch ein paar andere Möglichkeiten, selbstgerollte Boilies haltbar zu machen, nämlich :

4. Konservieren mit Salz 

Die Boilies trocknen lassen, in einen Eimer o.dgl. geben und lagenweise mit Salz überschütten. Das funktioniert recht gut und einfach. Ab und zu vielleicht mal durchschütteln und fertig.                                                                                        Bei einer Boiliesorte haben wir allerdings festgestellt, dass sie sich nach ein paar Monaten durch das Salzen zersetzt.                                                                       Woran das liegt wissen wir nicht, es ist bei anderen Boilies nicht der Fall.             Vermutlich liegt es an der Zusammensetzung des Mixes, deren Bestandteile irgendeine chemische Reaktion mit dem Salz eingehen. Oder die Boilies waren bei der Einlagerung einfach noch zu feucht. Wier werden das aber nicht weiter verfolgen, es ist uns auch nur einmal passiert.                                         Insgesamt ist das Einsalzen eine super Lösung, wahrscheinlich die beste und kostengünstigste überhaupt. Ganz sauber und völlig unkompliziert !

5. Konservieren mit Zucker   

Diese Form des Konservierens ist etwas teurer und nicht so ganz einfach. Vermutlich ist das der Grund, warum man kaum davon liest oder hört.                 Die getrockneten Boilies einfach mit Zucker überschütten ergibt leider nur eine pappige und zähe Angelegenheit.

Wir haben nach einigen Probeläufen vor ein paar Jahren eine sehr gute Möglichkeit gefunden, die Konservierung mit Zucker durchzuführen, ohne die Boilies zu verkleben.

Zwei bis drei Kilo Zucker reichen für 15 kg Boilies nach unserem System völlig aus, die Kosten sind somit überschaubar. Unsere "zuckerkonservierten Boilies" halten jedenfalls problemlos über ein Jahr, ohne zu schimmeln oder an Qualität zu verlieren.                                                                       

In der Regel brauchen wir keine Konservierung über einen so langen Zeitraum, weil wir lieber öfter rollen und dann keine so großen Massen herstellen.

Wir haben´s aber trotzdem getestet und wirklich keinen Qualitätsverlust fest-stellen können. Mittlerweile konservieren wir unsere Boilies oft so, vor allem die süßen Sorten. Auch wenn sie bei uns nur maximal 2-3 Monate halten müssen. Wie das geht ?

---> Das verraten wir hier ausnahmsweise mal nicht, jeder "innovative Entwickler" kann da ja selber draufkommen ...

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 Teil 4 : Köder -Tests  

Vorwort:

Man kann einen Boilietest eigentlich nur machen, wenn man den Köder mit anderen Ködern am selben Tag und am selben Gewässer, am besten noch zur selben Zeit, vergleichen kann. Wettfischen sind nicht jedermanns Sache, aber das alles trifft eben nur bei Wettfischen zu. Weil da viel gefüttert wird, und alle möglichen Köder zum Einsatz kommen.                    Die Berichte über gigantische Fänge mit neuen Prototyp-Boilies ( sofern sie überhaupt stimmen ... ) sagen über die Qualität eines Boilies überhaupt nichts aus.                           Einen "Biggie" aus einem gut besetzten Tümpel zu holen, wenn nur mit dem einen Köder gefischt wird, ist natürlich noch lange kein Qualitätsbeweis.                                           Man könnte solche neuen Readys nur dann positiv beurteilen, wenn sie sich im direkten Vergleich mit anderen erprobten Boilies, oder z.B. unseren Selfmades durchsetzen können.    Evtl. wär´s dann aber mit der tollen Werbung ganz schnell vorbei ... 

Unsere Tests erfolgten immer bei sehr starker Futter-Konkurrenz.                                 Manchmal hat´s geklappt, manchmal auch nicht.                                                           Natürlich macht´s nicht nur allein der Köder, aber eine Aussage über die Fängigkeit kann i.d.R. durch den Vergleich mit den Fängen und den Ködern anderer Angler schon getroffen werdenUnsere Boilies wurden und werden also durchwegs bei Wettfischen mit z.T. sehr vielen Teilnehmern getestet:

Anmerkung: Seit dem Jahr 2006 machen wir nur noch seltener bei Wettfischen mit, weil mittlerweile fast überall alle Fänge abgemurkst werden müssen. Es gibt nur noch wenige Veranstalter, wo das nicht so ist --- sehr schade !

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1. Platz beim AVE (ca 600 Mitglieder) 2004 : Der dickste Fang beim Königsfischen des AVE und bereits mein dritter Königstitel nach 1997 und 1998 (Vereinsrekord!).                               Der Schuppi hat immerhin 17 Pfd (sieht man ihm gar nicht an !?) und gab sich nur sehr schwer geschlagen. Gefangen mit einem Fischboilie mit Durchmesser 22mm.

Nach dem Zurücksetzten gab´s Probleme mit einigen neidischen Kochtopfanglern, die den Fang wegen des Rücksetztens auf keinen Fall werten wollten  -- typisch !

Bei diesem Wettfischen (mit über 200 Anglern) fing ich übrigens 3 Karpfen in fünf Stunden und hätte ganz allein die Plätze eins, zwei und fünf belegt. Mit dem richtigen Boilie klappt sowas !

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Sieger beim AVT 1994,2008 und 2o13. Ein kleiner Haufen mit lauter "Spezialisten", da gewinnt man nicht so leicht...                                                                                                                Das ist übrigens eine der wenigen Veranstaltungen, bei denen alle Fänge noch schonend zurückgesetzt werden dürfen !                                                                                                              Dieser stramme Schuppi biß auf einen Erdbeerboilie. Ein uralter und guter Flavour, der heutzutage fast gar nicht mehr gefischt wird.

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Oberbayrischer Vizekönig durch den zweitschwersten Fang beim Wettfischen der Oberbayrischen Fischerkönige im September 2004. Den Spiegler habe ich bei regnerischem Wetter und ca 15° in einer Lechstaustufe überlistet. Das Wasser war eiskalt !  Ich weiß es noch genau, denn ich stand beim Keschern fast bis zum Bauchnabel drin !

Nach nur 1,5  Stunden hörte ich dann schon auf zu fischen und schaute den anderen im Gefühl des sicheren Sieges nur noch zu. Das war natürlich ein Fehler, denn es brachte einer kurz vor Schluss einen noch schwereren Spiegler.

Zu diesem Wettfischen muß aber der Vollständigkeit halber noch was gesagt werden, das kann ich mir jetzt nicht verkneifen:  Startberechtigt waren alle oberbayrischen Fischerkönige des bayrischen LFV. Damit die siegchancen erhöht wurden, brachten einige Könige noch ein paar "Helfer" mit (manchmal bis zu fünf Leute), die für "ihren" König Plätze belegten und "außer Konkurrenz" mitfischten.  Es wurde beschissen, dass der Rauch aufstieg.                      Zum Schluß wurden auch noch die Fänge ausgetauscht, um ganz vorne landen zu können, das war schon mehr als armselig !

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Schwerster Fisch beim Wettfischen der "Nordbayrischen" im Jahr 2000 (mit ca 300 Teilnehmern). Gefangen mit einem süßen Kissenboilie mit Kirschgeschmack.                             Der Bauch ist noch ausbaufähig --> beim Fisch, und besonders auch beim Angler wird sich diese Region vermutlich in den nächsten Jahren noch stark weiterentwickeln! 

Bei diesem Wettfischen nahm ich fünf mal Teil und konnte mich fast jedesmal unter den ersten zehn plazieren (es war jedes Jahr im Juni oder Juli, ich fischte dabei immer mit ganz süßen Boilies).

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Sieger beim Herbstabfischen des AVE in den Jahren 2001,2004,2005 und 2009 (immer unter ca 60-80 Teilnehmern). Diesen einigermassen stattlichen Burschen fing ich 2004 mit einem Fischboilie in nur 60 cm Tiefe.

Den zweiten Platz belegte wieder einmal mein Sohn Stephan ( Spitzname:  der ewige Vize...) mit einem knapp 13-pfünder (siehe unten). Beide Carps bissen fast zeitgleich in nur etwa 5m Entfernung !

                             

Hier der etwas abgekämpft wirkende Jungangler mit seinem Fang. Gebissen hat er auf einen Mokkaboilie ( fragt jetzt bloß nicht, was da drin ist ! ).  Stephan fing übrigens nochmal einen Spiegler, der vom Gewicht her auch noch den dritten Platz bedeutet hätte

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Sonstige Tests:

2008 war´s endlich soweit:

Nach vielen zweiten und dritten Plätzen hat´s auch für Stephan hingehauen. Beim Königsfischen des Angelvereins Eichstätt 2009 holte er sich unter etwa 200-250 Teilnehmern seinen ersten Titel.  Für mich selber reichte es diesmal leider nur zum "Vize". Wir angelten beide mit einer altbewährten Boiliemischung, mit leichtem Knoblauch-Touch.

Dieses Wettfischen war sehr gut besucht. Wir befischten unter Dauerregen und Wind einen Abschnitt, den man auf ca 150m Länge gut überschauen konnte. Allein auf dieser kurzen Strecke waren schon 14 (!) Bivys bzw. Schirme aufge-stellt, unter denen manchmal gleich 2 Angler saßen. Es war diesmal in unserem Abschnitt leider ein Mords-Gedrängel ...

Das war mal ein richtiger Ködertest, und zwar einer unter schwierigsten Bedin-gungen ! Etwa die Hälfte der Teilnehmer hatte angefüttert (Wahnsinn !), da ging natürlich nicht mehr viel - die Fische waren satt und träge. Gefangen wurden in unserem Bereich außer ein paar Brachsen nur unsere beiden Karpfen .                                                                         Der richtige Köder macht halt doch noch immer einen Unterschied ...

2011 reichte ein würziger Boilie für Stephan dann übrigens wieder mal nur zum "Vize"-Titel (Spiegelkarpfen, 16 Pfd),  die Vize-Serie geht anscheinend weiter ... :)

Seltener Erfolg im Frühjahr 2011:

Das erste mal seit vielen Jahren gelang es mir im April 2011 bei einem "Anfischen" des AVE (80 Teilnehmer, 64 Blanks, 16 Fänge) einen ersten Platz zu belegen.                                                                                                                                            Bis dahin wollte das einfach nicht so richtig funktionieren, ich hatte oft nur  spärlich gefangen. Meistens ist´s bei diesen "Kameradschaftsfischen" noch sehr kalt, das macht die Angelegenheit nicht einfacher.                                                           

Wenn überhaupt dann fing ich deswegen oft nur mit Teig oder einem einzelnen Maiskorn, und daher auch nichts über mickrigen 5 Pfund.                                          Ehrlicherweise muß ich zugeben, dass ich mit meinen "Frühjahrsboilies" schon immer Probleme hatte, die Fänge von Februar - April waren konstant eher mau.  Diesmal probierte ich´s mit einer neuen Mischung. Basis war ein guter Fischmix, aufgepeppt mit ein paar Gammarus und Robin Red.  Das passte. Ich denke es war aber mitentscheidend, dass ich jeweils vor dem Anfüttern abends ganz frisch abrollte und kochte, die 16mm Boilies waren deswegen die reinsten Leckerbissen ...                               Gefischt hatte ich mit am Abend zuvor gerollten Boilies, frischer geht´s also wirklich nicht mehr.  Die Frische der Boilies ist m.E. nach ein entscheidender Faktor, die Köder sollten nicht älter als maximal ein paar Wochen sein.  Das bringt einen erheblichen Vorteil gegenüber lange gelagerten Readys, die manchmal gleich jahrelang "unterwegs" sind.  Belohnt wurde die Mühe mit einem passablen Schuppi von über 11 Pfund.             Naja, zwar kein echter Riese, aber immerhin der schwerste Fang beim Anfischen seit mehr als 15 Jahren.

2012 : Ein paar "Giganten" sichern den Sieg ... :

Nach etwa 10 Jahren Pause machte ich mal wieder beim "Bechtaler-Seenfischen" mit. Normalerweise ist das nicht so prickelnd, denn der Abstand zwischen den Anglern ist meistens nicht größer als maximal fünf Meter. Immerhin kann bei diesem Fischen aber jeder Fang schonend zurückgesetzt werden.  Das Gewässer ist allerdings nur so groß wie ungefähr 2-3 Fußballfelder.  Es war aber ein Versprechen, deshalb musste ich ran...

Geklappt hat´s  tatsächlich auf Anhieb :  Mit zwei " Giganten "              von jeweils 2050 Gramm hatte ich tatsächlich gleich die zwei schwersten Fische gelandet -- und damit für ein Jahr einen weiteren glorreichen " Königstitel " eingeheimst !        

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         Mein schönster Spiegler :

Im zeitigen Frühjahr 2003, beim ersten Ansitz der erste 20er. Kurz nach dem Anbiß nochmal ein hoher 10er - das alles bei weniger als 2 Std Zeit am Sonntag früh (im feinen Zwirn, man sieht ja das angeltypische Sonntagshemd und die weiße (!) Hose ). In zwei Stunden zwei schöne Bisse, das nenne ich punktgenaues Angeln ! Schaut Euch das makellose Aussehen und die sehr schöne, hochrückige Form des Spieglers an. Das ist für mich der schönste Spiegler, den ich je gefangen habe. Ein echtes Fotomodell !

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Auch der neu entwickelte Boilie-Mix schlägt ein wie eine Bombe !                              "Boiliemixentwickler"  Martin ( produziert seine Murmeln übrigens mit einer 4er Kombi-Benz-Maschine 22 E ) fängt mit seinen neuen Boilies regelmässig Dicke, fast wie am Fliessband !

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Tip:

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                  Die besten Ruten für den schnellen Kurzeinsatz : 

Seht Euch das an, das ist Kult ! Nicht die ollen Rollen, nicht das Rodpod, nicht die Bißanzeiger oder der kleine Glücksbringer dazwischen, sondern die Stecken. Das sind "Andy Little Tele Carp ", die einzigen Teleruten, die mit (weichen) Steckruten mithalten können. Profis werden zwar die Nase rümpfen, aber die sind wirklich gut.                                            .                                                         Ich habe sehr lange gebraucht, um die beiden aufzutreiben, es gab sie nur kurz bei DAM. Eine hatte ich davor schon seit Jahren und bin nach wie vor begeistert. Die Teile sind einfach top-praktisch für schnelle Kurztrips von 2-3 Std und bei kurzen Wurfweiten bis ca 50m.                                                                               Von Steckruten kaum zu unterscheiden und optisch absolut gelungen.             Der Drill geht von der Spitze bis ins Handgelenk, ein Traum !                               Ich verwende sie zwischendrin immer mal wieder sehr gerne bei meinen ganz kurzen Trips.

Ich weiß schon, Teleruten sind out. Die aber nicht - das ist ein Evergreen !

                                                

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ein letzter Tip:

Unschlagbar günstige und zuverlässige Futterboote mit Echolot etc. gibt´s bei Stavros Taktak,  www.stavsboote.de;

Es gibt viele Videos bei youtube von seinen Futterbooten anzusehen.                                           Ich hatte so eins ein paar Jahre, und war sehr zufrieden damit. Stav ist immer freundlich und hilfsbereit, seine Boote sind sehr günstig und absolut zuverlässig :

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Das war´s,                          

     "Boilie-Benz"   wünscht allen

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    Good Carping !  

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                  und ab jetzt nur noch

                             Dicke !                                                  

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        man sieht sich ...    

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Man sieht sich ....

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